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Laufberichte

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15.-22.05.2009

Isarlauf

Einleitung

Isarloppet

Kennt Ihr das? Da finden um uns herum die schönsten Läufe statt und wenn man selber daran teilnehmen möchte, da sind sie dann schon Vergangenheit. So geschehen mit dem nur 4x stattgefundenen Isarrun. Von 2004 – 2007 als 5tägiger Wettkampf von Uli Welzel aus München durchgeführt und von allen Teilnehmern in den höchsten Tönen gelobt. Vor allem die wunderschöne Strecke liess wohl alle Läuferherzen höherschlagen. Nur kamen wir leider mit unserer Idee daran teilzunehmen, irgendwie zu spät. Was macht man bzw. Läufer, wenn Lauf nicht mehr offiziell angeboten wird. Richtig. Man organisiert selber.

Sehr schnell stand unsere Lauftruppe fest. Sie bestand aus Mattin vom Rothaarsteig, Peter vom Honigkuchenmarathon, Sabine aus der Schweiz, dem kleinen Ralf und der lauffaulen Kerstin – kurzum die Wicktouris (dieser Name entstand mal auf irgendeiner gemeinsamen Lauftour – abgeleitet von Wicki und die starken Männer). Sehr schnell war auch die passende Laufwoche gefunden. Der Mai schien uns der ideale Laufmonat zu sein. Der Streckenverlauf und die Anzahl der Etappen sowie die Übernachtungsorte sollten identisch sein mit dem Original Isar Lauf (zukünftig abgekürzt mit OIL).

Lediglich zu Beginn und zum Ende der Strecke gab es kleine Abweichungen. Zu Beginn, weil wir nicht direkt in Plattling nächtigten, sondern eine total urige und typisch niederbayerische Unterkunft (Schlosswirtschaft) im Plattlinger Moos gefunden hatten (diese lag näher an der Mündung) und zum Ende, weil wir die letzten Kilometer zur Isarquelle alle gemeinsam und ganz entspannt und vor allem frisch und gestärkt zurücklegen wollten. Die Läufer beim OIL mußten nämlich am letzten Tag in Scharnitz/Österreich an ihrer Herberge vorbei laufen und dann noch weitere 12 km (nämlich zum Isarursprung) zurücklegen. Da hier allerdings auch keine Autobegleitung mehr erlaubt war, erschien unsere Variante für uns Hobbyläufer doch sinnvoller. Ansonsten waren die Strecken – genau wie beim OIL – täglich zwischen 50 und 75 km lang.

Insgesamt sind beim OIL zwischen der Mündung in die Donau (bei Plattling) und der Quelle im Karwendelgebirge 333 km zu bewältigen. Dazwischen liegen Städte mit dem Namen Dingolfing, Landshut, Freising, München, Bad Tölz, Lengris, Mittenwald und Scharnitz. Da wir mit nur einem Auto anreisten (Sabine kam mit dem Zug direkt nach Dingolfing) mußte immer einer das Verpflegungsfahrzeug steuern, während die anderen liefen. Für Notfälle gab es aber in diesem Auto zwei weitere Sitzplätze. Im Vorfeld hatte Kerstin sich aber schon bereit erklärt den größten Teil der Strecke im Auto zu verbringen – keine noble Geste, sondern schlichte Notwendigkeit, weil zu wenig Training keine langen Distanzen zuließen. Um die Auswahl der Unterkünfte wollte sich ebenfalls Kerstin kümmern (das hing wohl mit ihren traumatischen Erlebnissen beim Rothaarsteig 2007 zusammen, als man – ähnlich wie das Jesuskind – wegen Überfüllung der Rucksackherberge plötzlich im Heu schlafen mußte. Da ging sie doch lieber auf Nummer sicher und kümmerte sich höchstpersönlich um die Quartierauswahl ;-)

Da einige der Herbergen, die beim OIL genutzt wurden, zwischenzeitlich geschlossen hatten oder irgendwie nicht mehr auffindbar waren, hatten wir letztendlich nur das Hotel am Sylvensteinspeicher ( Jäger-vom-Fall) mit OIL-Läufern gemeinsam. Alle anderen Unterkünfte waren aber relativ zügig gebucht. Schwieriger gestaltete sich die Anschaffung von detaillierten Routeninformationen. Die herkömmlichen Wander- oder Radkarten erwiesen sich für unser Unterfangen als nicht geeignet. Also wurde der Streckenchef des OIL mit der Bitte um Hilfe angemailt. Volltreffer! Jürgen Schoch schickte uns eine CD mit allen topografischen Karten Deutschlands und vor allem mit dem eingescannten Streckenverlauf. Unser PC-fitter Ralf installierte die CD, markierte Verpflegungsstellen und druckte mit Hilfe unseres Fachmanns Peter das Ganze auf 30 DIN A 4 Seiten (bzw. für die Autofahrer im DIN A 3 Format) aus (ganz so easy und schnell war das nun doch nicht – aber ihr wißt ja: einem Ingenieur ist nichts zu schwer).

Jetzt stand unserer Lauftour nichts mehr im Wege. Schnell Verpflegung eingekauft und schon ging es am Samstag, 16. Mai 2009 auf nach Niederbayern. Die Fahrt klappte reibungslos und so erreichten wir schon gegen 16.00 Uhr unser erstes Quartier. Zu der urigen Schlosswirtschaft gehörte ein riesiger Biergarten (und eine riesige Hochzeitsgesellschaft) wo wir uns ersteinmal über Papa Hübner's selbstgebackenen Läuferkuchen stürzten (an dieser Stelle nochmal ein dickes DANKE SCHÖN). Um ein wenig die von der Autofahrt steifen Gräten zu bewegen, liefen wir noch eine kleine Runde um's Dorf, um uns anschließend auf typisch bayerisch Speis und Trank zu stürzen.

Irgendwie war's danach um uns geschehen – keiner bekam mehr das Ende des Sportstudios mit bzw. den Sieger des European Songcontest. Wir waren geschafft – was sich in den nächsten Tagen aber noch mehrfach wiederholen sollte. Den Wetterbericht um 22.15 Uhr sahen die meisten von uns nur noch im Tiefschlaf. Dazu aber später mehr...

Kerstin Gedig

Isarlauf

1. Etappe - 50km, ca. 5:20h

Nach original bayrischem Frühstück in der SchloWi/Moos, fuhren wir mit dem Wagen die 5km bis Isargemünd. Vom Ortsende waren es bis zur Mündung noch ca. 1km.

Punkt 09:00h starteten wir an der Mündung der Isar zum langen Weg bis zum Isar-Ursprung. Die ersten 3km verliefen an der Straße entlang. Kerstin überholte uns, hielt an um noch ein Foto zu machen, stellte allerdings erschreckt fest, dass sie die Kamera wohl am Parkplatz vergessen hatte. Also kam sie uns kurzum wieder entgegen, um kurz darauf festzustellen, dass die Kamera nach wie vor auf dem Autodach lag. Also das ganze Prozedere mit dem Fotomachen von vorn.

Am "Informationshaus Isarmündung" bogen wir ab in die Isarauen. Nach 12km erreichten wir Plattling, wo Kerstin mit der ersten Verpflegungsstation auf uns wartete. Von hier aus ging es auf dem Isardamm weiter, immer geradeaus, immer flach oberhalb des Flusses. Kilometersteine zählen war angesagt.

Isarlauf

Hinter Niederpöring wurde es dafür ein wenig abwechslungsreicher. Der Radweg zeigte auf das linke Isarufer, unsere Karte allerdings weiter rechts. Der Karte folgend, wurde der Weg immer schmaler, für Radfahrer nicht mehr zu bewältigen, über schmale Stege kamen wir in ein Sumpfgebiet, irgendwo hier endete der Weg zwischen Brennnesseln. Zurück? Nein, nach rechts Richtung Isar noch einmal nasse Füße holen, noch einmal durch die Brennnesseln, kamen wir dann über ein Feld wieder auf einen befestigten Weg und in Oberpöring wo Kerstin wartete wieder zurück an die Isar.

In Landau wechselten Kerstin und Ralf die Verpfleger-/Läuferposition. Das erhöhte gleichzeitig das Tempo und die Temperatur stieg ebenso. Die Verpflegung ca. alle 8km wurde sehnlichst herbei gesehnt. Mamming, Gottfrieding, waren die Zwischenstationen auf dem Weg zum Etappenziel nach Dingolfing. Zum Sonntagnachmittag hin besiedelten viele Radfahrer dann noch den Weg, so dass nur noch Laufen hintereinander möglich war.

Von weitem war schon die ersehnte Brücke in Dingolfing zu sehen, nur sie wollte nicht näher kommen. Dann endlich, die Brücke hinauf, in die Stadtmitte wo irgendwo das Hotel sein sollte. Ralf mit Ortskenntnissen war mit dem Auto schon voraus gefahren, uns erwartete in Dingolfing ein Stadtfest, wodurch wir uns erst noch den Weg zum Hotel erfragen und bahnen mussten.

Der freundliche Pizzabäcker von nebenan, musste die Hotelierin erst noch herbei telefonieren. Das Warten hat sich aber gelohnt, ein neu eingerichtetes Hotel erwartete uns. Erst Duschen, Kerstin erfreute sich des verkaufsoffenen Sonntags, dann Eis essen, Sabine vom Bahnhof abholen, nochmals das Stadtfest besuchen, in der Pizza nebenan den Flüssigkeits- und Kalorienhaushalt wieder auffüllen.

Abends und Nachts genossen wir noch eine kostenlose "Elektromassage". Die Brennnesseln wirkten noch lange nach.

Mattin Becker

Isarlauf

3. Etappe

Nun laufe ich zwar schon seit einigen Jährchen Marathons und Ultras, zu spät gekommen bin ich aber als es noch den offiziellen Lauf durch mein läuferisches Wohnzimmer gab. Die letzte Isarlauf-Ausgabe gab es 2007, aber da habe ich mich weder an Etappenläufe noch an Doppeldecker gewagt. Im Gegensatz zu manch anderen hat mich das Leben für dieses Zuspätkommen aber nicht bestraft, sondern gab mir die Gelegenheit zu einer kleinen Wiedergutmachung.

Am 6. Dezember 2008 kam von Jürgen Schoch die Nachricht: "...Habe Kontakt zu ein paar Läufern aus dem Ruhrgebiet, die im Mai die Isar (siehe unten) laufen wollen. ..." Aus der angehängten Mail habe ich mir schnell die Daten gezogen und nach der ersten Enttäuschung wegen Überlappung mit Rennsteiglauf und Knastmarathon festgestellt, eine Etappe ist drin, vielleicht sogar zwei. Auf meine Anfrage bei Kerstin kam auch ein positives Feedback (hm, da hat sie mich ja noch nicht gekannt) und so sicherte ich mir schnell den nötigen Tag Urlaub.

Nach Austausch der Handynummern verabredeten wir uns um ca 8.30 Uhr am Freisinger Bahnhof. Mattin, Peter und Kerstin waren pünktlich mit dem Auto parat, Ralf und Sabine kamen vom Hotel gelaufen. Nun mussten wir nur noch unter den Gleisen durch und waren schon an der Isar. Sabine zog leichtfüßig vorne weg, während ich wohl eher der Bremsklotz war. "Pfandfinderdienste" musste ich ohnehin nicht leisten, auf dem Weg an der Isar kann man sich nicht verlaufen und die Jungs und Mädls hatten fast militärisch genaues Kartenmaterial dabei.

Isarlauf

Getreu dem Orginal wurden auch die Verpflegungsstellen eingerichtet, die erste an der Isarbrücke der Staatsstraße 2053, an der auch Peter einstieg. Die weitere Strecke ist relativ eintönig, aber immerhin ständig unter einem grünen Laubdach. Weiter ging es am Forschungsgelände vorbei, einem Ort von historischer Bedeutung (da hab ich fünf Jahre studiert, achja, Nobelpreisträger arbeiten dort auch, Weltraumteleskope werden von dort gesteuert, die Kernfusion als moderne Energiequelle erforscht usw.).

Nach dem nächsten Halt an der B471 stieg nicht nur Ralf kurzzeitig aus und Kerstin ebenso kurzzeitig ein, ich konnte auch mit einer nicht angekündigten Überraschung aufwarten. Der Organisator der Orginalvorlage Uli Welzel kam uns auf dem Rad entgegen und sollte bis zur Grünwalder Brücke den Fahrradbegleiter spielen. Da Uli manchmal noch mehr redet als ich konnte keine Langeweile aufkommen, zumal wir uns nun der weltschönsten Landeshauptstadt näherten.

Kurz hinter Freimann wechselten wir zum ersten und heute einzigen Mal die Isarseite, hielten eine weitere Rast und machten mit der Münchendurchquerung weiter. Entschuldigt bitte, wenn ich das so einfach unter "Rast" abhake; aus der Wundertüte Kofferraum kam immer alles was das hungrige und durstige Läuferherz begehrt, die Betreuererfahrung war deutlich zu schmecken. Ich habe wie üblich an Nuss-Schokolade gehalten und kann auf diese Weise zwei meiner Leidenschaften kombinieren ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Von München bekommt man an der Isar nicht viel mit, da meist im Grünen gelaufen wird. Immerhin sieht man das Maximilianeum (Sitz des bayrischen Landtages), das Deutsche Museum und an der Wittelsbacher Brücke konnte ich noch Restwissen aus dem einen Semester Bayrischer Geschichte (Sommer 1997) unterbringen. An der Wittelsbacher Brücke hatte Uli frischen Kuchen besorgt, und Kerstin tauschte sich wieder gegen Ralf aus. Von hier bis zum Tierpark Hellabrunn ist eigentlich der lange Münchner Laufsteg für alle die nicht laufen können, aber trotzdem dabei gesehen werden wollen – leider waren wir dafür etwas zu früh dran.

Ab dem Passieren der Marienklausenbrücke am Ende des Tierparks fängt der schönste Abschnitt der heutigen Etappe an: schöne breite Laufwege, teilweise wellig, aber ein wunderschönes Isartal. Am Parkplatz unterhalb von Schloß Grünwald befand sich der nächste Verpflegungspunkt. Hier stieg Peter aus bzw. ins Auto ein, aufgrund der Nähe meiner Wohnung (nur ein 5km-Sprint) wäre ich gerne mit Uli Richtung Taufkirchen, aber den nun folgende Trail wollte ich nicht auslassen. Dabei muß man erst runter an die Isar und auf einem schmalen Pfad die Isar aufwärts laufen solange es eben geht. Sabine, Du hast Recht!

Ich habe ziemlich schnell gekniffen und bin auf den "richtigen" Waldweg zurück, aber ich wusste eben auch nicht genau was da noch so kommt. Jetzt, da Scoutingdienste nicht mehr nötig waren wurde ich gnadenlos abgehängt Sabine und Ralf haben aber immer wieder gewartet), oder bin eher gnadenlos eingegangen, jedenfalls hing ich öfters so weit zurück, dass ich nicht mal mehr hustend im Kondensstreifen trotten musste.

Im wunderbaren Mühltal lag die erste inoffizielle Verpflegung des Tages am einzigen Flusskraftwerk das Dank besonderer Architektur unter Denkmalschutz steht. Bei Einheimischen ist primär der gute Biergarten beliebt, von dem aus man auch prima mit den Leuten lachen kann die auf der längsten Floßrutsche Europas nass werden. Von hier aus sind es nur noch winzige 3 Kilometer bis zur nächsten befahrbaren Isarbrücke bei Schäftlarn, das Auto fuhr schon mal Richtung Hotel, Sabine und Ralf liefen, ich schlich solange hinterher bis das Mutterschiff uns aufsammelte. Mich übrigens direkt am Kloster Schäftlarn, da wollte ich zu Mattin schon sagen "Dich schickt der Himmel!" Er hätte vermutlich nur gesagt "nee, bin freiwillig gekommen."

So fand ein wunderbarer Lauftag und mein Marathon Nr.99 sein Ende, wurde aber noch mit ausländischem (Bitburger) Radler und einheimischen Pendant (Löwenbräu, na ja, aber immerhin) begangen. Mich rief dann die S-Bahn, aber ich hoffe Ihr hattet noch Riesenspaß an der Isar und in Bayern! Und falls die Leute mal unfreundlich waren, waren das bestimmt Zugroaste ;-)

Bernd Kallinowski

Isarlauf

4. Etappe: Schäftlarn - Fall

Vom Mattin wurden Sabine, Ralf und ich zum Endpunkt der letzten Etappe gefahren –leider keinen Meter weiter! Los ging's ca. 9 km bis Wolfrathshausen immer gerade entlang der Isar nicht sehr aufregend und auch noch nicht sehr warm...

Die ersten Blicke auf hohe Berge (OK, Sabine, hoch nur für Flachländer wie uns) entschädigte uns für eine Asphaltstrasse immer geradeaus ohne Chance uns zu verlaufen. Nach, wie immer, kurzem Verpflegungsstop weiter auf netten Wegen der Isar entlang bis zur 2. Verpflegung im Wald. Danach wurde es kompliziert links rechts rechts links wieder links immer den Wegweisern nach bis plötzlich keiner mehr zu sehen war -Wegweiser meine ich. Kerstin und Sabine waren noch bei mir –kurz ratlos waren wir alle, leider auch die befragten Anwohner einer kannte offensichtlich nicht mal das Wort ISAR...

Nach kurzer Beratung haben wir dann in der Polizeidienststelle direkt am Weg nachgefragt. Der Polizist war sehr freundlich und erklärte uns den richtigen Weg. Zu unserer Ehrenrettung kann ich sagen, dass der Wegweiser den wir verpasst haben auf der falschen Straßenseite stand und zusätzlich fast ganz zugewachsen war. Mangels Handy haben wir dann von der Polizei aus noch den Holger in Duisburg angerufen. Holger gab die "Zeitwarnung" an Mattin weiter, der wohl erst an einen Scherz geglaubt hat. Netterweise hat er dann aber den nächsten Verpflegungsstand vor verlegt. KLASSE MATTIN DANKE, denn mittlerweile waren die Temperaturen doch unangenehm angestiegen. Weiter ging es mit Kerstin durch sehr nette Dörfer, Wälder und Wiesen.

Isarlauf v.l.n.r.: Ralf Hübner, Kerstin Gedig, Sabine Weiß, Peter Wasser, Mattin Becker

Die 5 Tagesetappe führte mich dann zu meinem persönlichen Tagesmarathon in Begleitung von Ralf und Mattin hierbei haben wir, denke ich, den Geschwindigkeitsrekord der Tour mit einigen Kilometern unter 5:30 min aufgestellt. Hiernach war für mich eine "Fahrpause", aber nicht ohne eine Abkühlung in der Isar, nötig. Steile Schotterwege führten uns zum nächsten Verpflegungspunkt; glücklicherweise waren die einheimischen Wanderer sehr freundlich und fanden es gar nicht schlimm, dass wir mit dem Auto in den Bergen unterwegs waren. Sie wiesen uns aber freundlich auf die Enzianpflanzen welche zahlreich auf unseren weiteren Laufweg wuchsen hin.

Die Blumen konnten dann Sabine, Ralf und ich bewundern –wohl nur sehr kurz, denn die Etappe wurde auch nicht langsam gelaufen und somit waren wir wie im Flug auf der Staumauer in Fall. Dort hatten wir den letzten Foto stopp des Tages. Die 3km am Stausee entlang bis zum Hotel "Jäger vom Fall" ist Kerstin dann direkt zweimal gelaufen, weil wir den Fotoaperrat für das letzte Wegstück vergessen hatten.

Im Hotel, dem Besten der ganzen Tour, besuchte uns dann Ulli Wenzel noch mal. Er rief von der Hotelrezeption an und sagte: "hier ist Uli, wo treffen wir uns?" ich hatte ihn überhaupt nicht mehr in Erinnerung (jedenfalls nicht, dass er uns noch mal besuchen wollte) und meinte er habe sich wohl verwählt. Als er mir dann seinen Nachnahmen nannte war meine Entschuldigung dann wohl angebracht. Beim abendlichen Grillbuffet haben alle Läufer/innen Leistungsstärke bewiesen, so ging der Tag um kurz nach 22.00 Uhr satt und zufrieden zu Ende...

Peter Wasser

Isarlauf

5. Etappe: Fall - Scharnitz

Am Donnerstag startete die eigentlich letzte Etappe vom Jäger von Fall nach Scharnitz, in Österreich. Nach einem reichhaltigen Frühstück, man kann auch sagen, dem mit Abstand reichhaltigsten bisher, ging es um ca. 9:00 Uhr auf die ca. 42 km lange Strecke. Erstmalig gab es gleich beim Start mehr Autofahrer als Läufer. Mattin wollte sich, bzw. sein Fußgelenk, noch schonen. Sabine und Ralf schlossen sich mehr oder weniger spontan an. Somit starteten Kerstin und Peter gemeinsam auf den ersten 12 km Abschnitt.

Laut Kerstin ist dieser Abschnitt am Sylvensteinspeicher ziemlich schön. Die Luft war noch klar und frisch und die Strecke entlang am Wasser sehr angenehm zu laufen. Das änderte sich wohl nach ca. 6 km schlagartig, als neben die Landstraße ausgewichen werden musste.

Der erste Verpflegungspunkt lag innerhalb eines privaten Naturschutzgebietes an einer kostenpflichtigen Straße. Da Uli Welzel uns etwas von einem alten Bayern erzählte, der die Maut kassiert und nebenbei auch noch private Schnitzereien anbietet, wäre Mattin fast an der leicht gekleideten Dame und dem Kassenhäuschen vorbei gefahren. Nach den Schnitzereien wollten wir dann auch nicht mehr fragen.

Isarlauf

Wir parkten das Auto am Anfang des Privatgeländes, direkt an einer Brücke über die Isar. Der Blick auf die ersten Berge war bei diesem blauen Himmel wirklich schön. Nach ca. 1,5 Stunden sahen wir unsere beiden Läufer. Nach der Getränkepause stieg Kerstin ins Auto und Sabine, Peter und Ralf starteten über die Isarbrücke Richtung Berge. Es wurde kein Hügel ausgelassen. Immer wieder ging es etwas von der Isar weg bergauf und bergab. Durch den weißen Boden und bei fehlendem Wind fühlte es sich zeitweise an wie in einem Backofen. Ab und zu ging es glücklicherweise durch kurze schattige Abschnitte. Da der offizielle 2. VP nur mit Sondergenehmigung angefahren werden durfte und wir diese nicht haben, lagen ca. 18 km vor uns. Doch plötzlich, auf halber Strecke, saß da jemand im Gras und winkte mit einem Beutel. Mattin war durch die Isar gewatet um uns zu versorgen. Die Verpflegung war dringend nötig und erleichterte das weitere Fortkommen ungemein. Da das Waten naturgemäß mit nassen Füßen verbunden ist, zog Kerstin es vor im trockenen Auto zu warten und das Treiben am Isarstrand zu beobachten.

Durch den heutigen Feiertag und das schöne Wetter waren sehr viele Wanderer und Spaziergänger unterwegs. Im Vergleich zu den Vortagen war es richtig voll auf der Strecke.

Am 2. VP, in Nähe von Krün, trafen wir dann auch auf Holger. Er war in der Nacht mit dem Zug angereist um mit dem Mountainbike im Karwendelgebiet herumzufahren. Nach einem kurzen Stopp dort ging es für Kerstin und Ralf weiter. Wir verließen das private Gelände und liefen unaufhaltsam weiter Richtung Isarquelle. Es war mittlerweile ziemlich heiß und selbst die kleinen Waldstücke, die wir durchliefen, konnten nicht so wirklich die Hitze mindern. An der nächsten Verpflegungsstelle schloss sich Peter der Mini-Gruppe wieder an. Bis nach Scharnitz geht es mehr oder weniger parallel zur Bundesstraße durch eine Art Parkanlage. Auf halber Strecke markiert ein kleiner Steinwall die Grenze nach Österreich. Am Zielort erwartete uns eine kleine verräucherte Gasthof mit sauberen Zimmern.

Da wir schon relativ früh in Scharnitz ankamen, tranken wir in aller Ruhe unser Zielbier. Nach dem Duschen fuhren wir dann mit dem Auto zurück nach Mittenwald, da uns dieser Ort doch um einiges attraktiver erschien als diese österreichische Dependance. Hier trafen wir erneut auf Holger, mit dem wir gemeinsam Kuchen der Region probierten. Da wir in Scharnitz auch keine passende Lokalität fürs Abendessen fanden ging es etwas außerhalb zum Wiesenhof, der an der Isar Richtung Quelle gelegen ist.

Ralf Hübner

Isarlauf

6. Etappe: Scharnitz - Isarquelle und zurück

Nach einem kleinen Frühstück ging es heute auf die letzten 12 Kilometer zur Isarquelle. In der Nacht hatte es geregnet (es war der erste Regen seit einer Woche), so dass wir alle mit einer dünnen Jacke starteten. Da Autos in diesem Gebiet nicht zugelassen waren, mussten wir dieses am Gasthof stehen lassen und den gleichem Weg auch wieder zurück laufen. Es ging nicht besonders steil, aber dafür stetig bergan, somit ergab sich ein Gemisch aus laufen und wandern. Landschaftlich hat dieser Abschnitt sehr viel zu bieten.

Die Bewölkung hatte sehr schnell abgenommen und wir konnten bei Sonne und angenehmen Temperaturen ein Gemisch aus wilder Isar, schroffen Felsen, herrlicher Vegetation - alles war grün und satt - genießen. Nur sehr langsam nahm die Isar an Breite und Kraft ab und man wunderte sich, dass da bald eine Quelle zu sehen sein sollte. Kurzum: es war einfach traumhaft diese letzten 12 Kilometer bis zum Isarursprung zu laufen. Nach ca. 2,5 Stunden erreichten wir dann die Quelle oder wie es besser heißen sollte die Quellen. Ein Stein markiert den genauen Isarursprung.

Isarlauf

Damit die Etappe nicht zu kurz war und weil Uli noch von der Kastenalm geschwärmt hat, hängten wir noch ca. 3 km dran. Eingerahmt durch die Berge des Karwendel genossen wir auf der Alm noch ein Radler. Nur Kerstin und Holger erlaubten sich zusätzlich noch eine Brotzeit.

Für Kerstin sollte die Brotzeit noch Folgen haben. Während Peter, Mattin und Ralf den Rückweg in ca. 1,5 Stunden laufend bewältigten und dadurch das Zielbier noch im Trockenen trinken konnten, hatte Kerstin beschlossen den Rückweg zu wandern (vermutlich auch um möglichst lange diese Schönheit des Karwendels zu genießen) Dadurch geriet sie allerdings in ein plötzlich aufkommendes "Unwetter". Weil Peter und Ralf schon 2 Radler getrunken hatten, ließen sie Gnade vor Recht ergehen und fuhren Kerstin ca. 3 km mit dem Auto entgegen. Man traf sich am Restaurant, in dem wir am Vorabend gegessen haben. Erst zierte sie sich noch etwas, stieg dann aber doch ins Auto ein.

Holger hatte sich nur für den Weg bis zur Alm zu uns gesellt und radelte von dort aus weiter in die Berge. Zum Essen ging es am Abend in die Hausbrauerei von Mittenwald. Da Ralf nach zwei Bier kein Auto mehr fahren wollte, musste Kerstin den angetrunkenen Haufen zurück in die Pension fahren.

Die Wicktouris haben damit auch die Isar bezwungen und können nun weiteren Abenteuern entgegen sehen.

Ralf Hübner

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