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08.11.2009

Die Kevelaerer Ultra-Szene lebt

9. Sechs-Stunden-Lauf Troisdorf

Die Kevelaerer Ultramarathon-Szene lebt; sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern. Nach den herausragenden Erfolgen der LLG-Ultramarathonläufer in diesem Jahr traten jetzt zwei der besten Vertreter dieser Disziplin beim 6-Stunden-Lauf in Troisdorf an.

Angelika Mölders und Jürgen Metternich hatten im Vorfeld sogar ihre Erwartungen an den Lauf kund getan und damit die Aufmerksamkeit auf das Erreichen des Ziels gesteigert. Die Frage war, ob Angelika ihre Bestmarke auf dieser Strecke auf über 60km würde steigern können. Nach dem tollen Ergebnis beim Kölnpfad-Lauf über 170km und dem guten Marathon unter 4 Stunden Anfang Oktober in Kamp-Lintfort, sollte die neue Bestmarke eigentlich kein Thema gewesen sein. Aber wie bei jedem Ultramarathonlauf muss der Wettkampf erst bestritten werden. Selbst die besten Trainingsvorbereitungen und eine gute mentale Einstellung sind keine Garantie erwartungsgemäß anzukommen.

Jürgen Metternich wollte nach seinem erfolgreichen Hunderter und dem anschließenden Halbmarathon in Nütterden seine gute Form noch etwas ausnutzen und hatte sich auf eine Kilometerzahl von über 70km festgelegt. Diese Marke lag zwar unter seinen früheren Bestzeiten auf dieser Strecke, wäre aber angesichts seines Alters eine sehr gute Leistung gewesen.

Troisdorf

Anders als bei den langen Ultramarathonläufen konnten wir am Veranstaltungstag anreisen und brauchten uns nicht in fremden Betten oder auf einer Matratze in einer Turnhalle die Nacht um die Ohren schlagen. Also kamen wir gut ausgeruht in Troisdorf an.

Begleitet wurden wir von Peter Wasser, der Interesse am Gelingen dieses Unternehmens hatte und die Betreuung übernahm. Solche Betreuungsdienste sind von unschätzbarem Wert. Deshalb an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für diese nette Geste.

Der Troisdorfer 6-Stunden-Lauf ist der Klassiker des Jahresabschlusses in der rheinischen Ultraszene. Die Veranstaltung fand zum neunten Mal statt. Angelika Mölders hatte hier schon Kilometerweiten von über 58 KM erreicht. Für Jürgen Metternich war es der erste Start in Troisdorf.

Gestartet wird in Troisdorf im Agger-Stadion. Von dort aus läuft man auf einer 2,5km-Runde immer wieder durch's Stadion, wo Betreuer und Zuschauer einen erwarten und die Musik für die nötige Stimmung sorgt. Wenn man einmal die Runde "auf dem Schirm" hat, spult man die Kilometer nur so runter. Dies erleichtert einem, sich ganz auf die mentalen Kräfte zu konzentrieren, um damit den Schwächen optimal begegnen zu können. Die Schwächen werden beim Ultramarathon in der Regel durch das Tempo ausgelöst. Nicht die Strecke tötet, sondern das Tempo. Das Tempo ist wie das Salz in der Suppe. Dadurch bekommt ein Ultramarathon noch mehr Spannung.

Und da sind wir auch schon im Rennen drin. Wer als Frau 60km in 6 Stunden laufen will, muß schon ein ordentliches Tempo vorlegen, ebenso sind für die Männer 70km ein Schnitt knapp über fünf Minuten pro Kilometer.

Troisdorf

Beide LLG-Läufer gingen das Rennen sehr schnell an. Bei 10 Km hatte Angelika 54:58min; Jürgen erreichte 47:14min. Das Feld der über 200 Ultramarathonläufer zog sich schnell auseinander. Bereits nach einer halben Stunde gab's die ersten Überrundungen. Überrundungen erleichtern den Lauf, weil das Gefühl entsteht, nicht hinterher zu laufen, sondern schneller zu sein als die anderen. Das baut auf. Andererseits wird das Teilnehmerfeld dadurch auch sehr unübersichtlich. Nach einigen Runden ist es schwer auszumachen, auf welcher Position man liegt. Aber das war für beide LLG-Läufer nicht so wichtig. Zunächst ging es darum, gut ins Rennen zu kommen und den Kilometerschnitt gemäß der Vorgabe einzuhalten.

Und das war schwierig genug. Beide LLGler konnten ihr hohes Tempo nur 2 Stunden halten. Dann wurde es von Runde zu Runde langsamer. Nach der Hälfte der Distanz plagten Angelika Fußschmerzen, die sie zu einem vorsichtigerem Tempo zwangen. Jürgen erreichte die 50km bei 4:09:19 Std. Eine Weite von über 70km erschien immer noch möglich. Auch für Angelika waren bei 50km in knapp unter 5 Stunden die 60km noch drin. Aber die letzte Stunde wurde noch mal schwer. Es soll hier nicht spekuliert werden, woran es lag, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Das würde nur die tollen Ergebnisse schmälern. Wir freuen uns über die schönen Leistungen.

Am Ende standen nach 6 Stunden für Angelika eine neue Bestweite im 6-Std-Lauf von 59248 Metern zu Buche. 6. Platz in der W 40, 14. im Gesamtklassement eines erstklassigen Frauen-feldes. Ein fantastisches Ergebnis.

Ebenso konnte Jürgen sehr zufrieden sein. Nach knapp zwei Jahren Training wieder - oder besser immer noch - 69512 Meter. 17. im Gesamteinlauf der Männer und 2. Platz der Altersklasse M 55.

Um zu verdeutlichen auf welchem Niveau diese Leistungen liegen sei hier erwähnt, dass Angelika mit dieser Leistung 2009 in Deutschland auf dem 17. Platz in der W 40 liegt. Jürgen liegt mit seiner Kilometerweite sogar auf dem 4. Platz der M 55.

Am Ende dieser schönen Veranstaltung waren wir höchst zufrieden nach dieser anstrengenden Saison noch so leistungsbereit gewesen zu sein. Peter übernahm den Rücktransport und so konnten wir gemütlich den Tag Revue passieren lassen.

Mit dem Troisdorfer 6-Stunden-Lauf ging für die LLG-Ultramarathonläufer eine erfolgreiche Saison zu Ende, deren Ergebnisse erst mal emotional verarbeitet und geerdet werden müssen. Wir haben dieses Jahr viel erreicht und sind stolz auf unsere Leistungen; aber wir haben großen Respekt vor allen Läufern, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten an ihren Zielen arbeiten. Ein Ziel zu haben ist das Schönste und Wichtigste was es gibt, nicht nur als Läufer, sondern als Mensch überhaupt.

Und bevor ich jetzt den Bericht beende, möchte ich noch mal persönlich werden und den Mitgliedern der LLG Laufsport Kevelaer besonders dafür danken, dass ich nach meinem Comeback dort wieder aufgenommen worden bin. Mir war es ein Anliegen, mit meinen Laufleistungen ein bisschen dazu beitragen zu können, dass die Kevelaerer Ultra-Szene in der LLG lebt. Danke Euch allen! Euer

Jürgen Metternich

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