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27.02.2011

Malta sehen, Marathon laufen und…

Am 23.02.2011 war es nun endlich soweit: das Abenteuer „Malta-Marathon“ konnte beginnen!

Mit Angelika, Christel und Karl im „Gepäck“ ging es ab Flughafen Düsseldorf mit Air Malta nach Luqa. Beim Check-in haben wir direkt mal sondiert, wer sich noch mit uns auf die Laufstrecke machen könnte und der eine oder andere Läufer war unschwer zu erkennen.

In Luqa angekommen wurden wir sofort von Sportreisen Kreienbaum in Empfang genommen und mit dem Bus zu unserem Hotel Cavaleri in der St. Julians Bucht gebracht. Nach dem Zimmerbezug (mit Blick auf den Privat-Yachthafen des Hilton-Hotels) haben wir erstmal die Promenade erkundet und die frische Meeresbrise genossen.

Malta

Am nächsten Morgen hieß es: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“! Um 7.30 Uhr startete unser Morgenlauf entlang der Promenade. Nachdem es in der Nacht heftigst gestürmt und gehagelt hatte, strahlte die Sonne mit dem blauen Himmel um die Wette. Nach dem Frühstück gab es eine erste Besprechung mit Informationen über den Wochenverlauf und natürlich auch rund um den Marathon. Unser erster Sightseeing-Ausflug stand an und es ging mit unserer Reiseleiterin Mirabelle, die mit Leib und Seele Malteserin war und uns Malta samt Geschichte und Gegenwart sehr unterhaltsam nähergebracht hat, zur Blauen Grotte. Leider konnten wir diese nicht per Boot erkunden, da es zu stürmisch war. Unser nächster Stopp war ein alter Steinbruch, der als Museum zugänglich gemacht wurde und eindrucksvoll zeigte, unter welchen Bedingungen früher der maltesische Kalkstein abgebaut wurde. Anschließend ging es zum Fischerdörfchen Marsaxlokk. Farbenfroh gestrichene Fischerboote in großer Zahl liegen hier im Hafen und bieten ein schönes Fotomotiv. Als kulinarisches Highlight gab es „Hobz“ - ein typische maltesisches Brot belegt mit Oliven, Kapern, Thunfisch, Tomatenpüree und dicken Bohnen – mmmmhhhhh!

Am Freitag rief der Vogel wieder früh und wir lockerten bei einem sehr gemütlichen Tempo unsere müden Knochen. Mit Mirabelle ging es heute nach Mosta, wo wir die Rotonda (eine eindrucksvolle Kuppelkirche) besichtigt haben. Zu den Kirchen auf Malta ist zu sagen, dass es davon 365 gibt – also für jeden Tag eine andere und diese alleine durch Spenden unterhalten werden, da keine Kirchensteuer erhoben wird. Nach einem Zwischenstop an den Dingli-Klippen (Einkauf von köstlichem Kaktusfeigenlikör) und in Rabatt ging es nach Mdina, dem Startort des Marathons. Die „Stille Stadt“ hat nur 370 Einwohner und beeindruckt durch ihre Anzahl an Palästen, Kirchen, Gassen, Winkel, Plätze und Mauern. Großartig ist der Blick von den Stadtmauern auf Mosta und das städtische Malta.

Malta

Am nächsten Morgen konnten wir endlich mal ausschlafen, schließlich hatten wir ja Urlaub! Nach dem Frühstück haben wir in unserem Hotel die Startnummern bekommen, samt Marathon-Shirt (Baumwolle) und Bekleidungsbeutel (Müllsack). Wir waren überrascht, das nur relativ wenige Läufer aus unserer Gruppe den Marathon in Angriff nehmen wollten und der Großteil sich für die halbe Strecke entschieden hatte. So langsam kamen bei mir Zweifel auf und Nervosität stellte sich ein… Die Zeit vertrieben wir uns heute mit einem Spaziergang von St. Julians nach Sliema, dem Ziel des Marathons. Von hier starteten wir mit einem recht ungemütlichen Boot eine Hafenrundfahrt durch den Marsamxett Harbour und den Grand Harbour. Von der Wasserseite aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Wehr- und Festungsanlagen, die von den Johanniterrittern aus- und neu- gebaut wurden. Nach einer kleinen Stärkung in einem weltweit bekanntem Imbiss (mh), ging es, da es inzwischen angefangen hatte zu regnen, mit ein typisch maltesischen Bus für sehr kleines Geld zurück ins Hotel.

Die anschließende Nacht war alles andere als angenehm. Nachdem wir unsere Laufsachen für den nächsten Morgen bereitgelegt hatten, ging es ins Bettchen. Aber an viel Schlaf war nicht zu denken, denn es stürmte, hagelte und regnete die ganze Nacht. Angi und ich fragten uns, ob der Lauf überhaupt stattfinden würde? War die ganze Plackerei umsonst, die langen Läufe in der eisigen Kälte und auf spiegelglattem Untergrund?

Malta

Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr mit dem Bus zum Start. Es war bitterkalt, windig und sehr stark bewölkt. Doch man versicherte uns, dass der Himmel aufreißen würde und sogar die Sonne scheinen sollte. Doch zunächst waren wir damit beschäftigt, uns warmzuhalten, die anderen Marathonis „zu begutachten“, die Dixis zu erkunden und auf den Startschuss zu warten. Um 8 Uhr ging es dann endlich los und wir konnten uns „warmlaufen“. Zunächst ging es stetig bergab und kaum waren wir aus Mdina rausgelaufen, war keine Menschenseele mehr zu sehen. Außer an den Kreuzungspunkten, dort standen meist zwei Schüler, die uns mit winzigen Fähnchen den rechten Weg wiesen. Wir hatten einen wunderbaren Blick auf Mdina und liefen in mehreren verwirrenden Schleifen am Nationalen Fußballstadion, an der amerikanischen Botschaft und einem Farmermarkt vorbei. Langsam zeigte sich auch tatsächlich die Sonne am Himmel und es wurde angenehm warm. Die Straßenverhältnisse waren teilweise recht bescheiden. Eine Teilstrecke stand vollkommen unter Wasser. Um keine nassen Füße zu bekommen, sind wir eine kleine Mauer hochgestiegen und dort weiter gelaufen. Als wir bei Kilometer 25 wieder an diese Stelle kamen, fiel es mir schon wesentlich schwerer, die Mauer zu erklimmen. Auch war die Strecke mit einigen Steigungen versehen, die einiges an Kraft kosteten. Christel hatte sich irgendwann von uns verabschiedet und lief ihr eigenes Tempo.Angi blieb treu an meiner Seite und versuchte mir immer wieder Mut zu machen. Es wurde zusehends wärmer, eine angekündigte Getränkestation war einfach nicht da (oder hatten wir uns verlaufen?) und es ging immer wieder bergauf… Die letzten vier Kilometer waren die schlimmsten für mich. Ich war einfach nur platt und hatte kein Bock mehr. Mir war warm und mein „Zeitziel“ von 4:59:59 h war in weite Ferne gerückt. Doch Angi schob mich immer wieder an und blieb unerbittlich an meiner Seite bzw. lief vor mir, um mich zu ziehen. Dann endlich, nach „Lichtjahren“ war endlich das Ziel zu sehen. Karl stand schon mit dem Fotoapparat bereit, ich versuchte noch ein Lächeln hinzubekommen und dann war ich auch schon über die Ziellinie gelaufen! Endlich! Geschafft!!! Gerne nahm ich meine Medaille entgegen und natürlich auch die kühlen Getränke. Nach ein paar ruhigen Minuten im Schatten auf dem Bordstein und ein paar Fotos, ging es auch schon wieder Richtung Bus, der uns ins Hotel brachte. Dort stand erstmal Erholung in Form einer ausgiebigen Dusche und eines ausgedehnten Mittags-schlafes auf dem Programm. Bei der internen Siegerehrung gab es auch eine Verlosung, bei der Karl diesmal das Glück hold war. Fünf Tage auf der Nachbarinsel Gozo im Grand Hotel – ohne Marathon – auch nicht zu verachten! Abends ging es noch zur offiziellen Siegerehrung bei Land Rover, aber leider gab es dort keine Verlosung, denn gerne wären wir in Angis neuem Auto nach Hause gefahren…

Malta

Am Montag ging es wieder mit Mirabelle auf Sightseeing-Tour. Die Nachbarinsel Gozo stand auf dem Programm und somit auch eine Bootsfahrt. Alles in allem ein sehr schöner Tag, zwar zwischendurch etwas beschwerlich beim ständigen ein- und aussteigen in und aus dem Bus, aber die Knochen sollen ja geschmeidig bleiben.

Dienstag versuchten Angi und ich ein bißchen zu laufen, aber mein rechter Oberschenkel war etwas lädiert, so dass es bei mir kein wirkliches Vergnügen war. Nach einem entspannten Frühstück ging es zu unserer letzten Tour nach Valetta, diesmal leider ohne Mirabelle. Das Wetter zeigte sich an unserem letzen Tag von seiner schönsten Seite und so genossen wir nochmal die herrlichen Aussichten auf´s Wasser und die prächtigen Bauten. Bei einer maltesischen Weinprobe gaben wir unser Bestes und genossen anschließend auf der Hotelterasse die wärmende Sonne.

Am Mittwoch ging es sehr, sehr früh (der frühe Vogel kann mich mal…) wieder Richtung Flughafen und damit Richtung Heimat.

Ich bzw. auch Angi, Christel und Karl werden die freundliche Dame aus dem Aufzug vermissen, von Blondi ganz zu schweigen und vor unserer nächsten Laufreise werden wir noch einen Schwäbisch-Kurs absolvieren!?

Danke an Angi für ihre unermüdliche Geduld bei unzähligen Trainingsläufen und auch Danke an Christel und Karl, die mich durch ihre „Mitreise“ zu meinem zweiten Marathon „gezwungen“ haben.

Und was bedeuten die „…“ aus der Überschrift? Während des Laufes habe ich oft gedacht: „warum tust du dir das an“, „wofür“ und „never ever“, aber wie heißt es so schön: „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“ und ob es noch einmal 42,195 km werden, steht noch in den Sternen…

Petra Kox

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